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2015-08-31 [

Jens Melenk

]

Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst für Inge Troch

Wissenschaftsminister Dr. Reinhold Mitterlehner zeichnete am 19. Juni 2015 Prof. Dr. Inge Troch mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse für ihre Verdienste um Naturwissenschaft und Technik aus. Inge Troch war eine der ersten Professorinnen, sie ist eine Vorreiterin der interfakultären Zusammenarbeit und der interdisziplinären Forschung.

Prof. Inge Troch (Foto: Evangelische Kirche, Diözese Wien)

Die wissenschaftliche Karriere von Inge Troch begann 1966 mit der Promotion an der Technischen Universität. Nach Gastaufenthalten im Ausland und einer außerordentlichen Professur an der TU Wien wurde sie 1975 zur Universitätsprofessorin für Regelungsmathematik und Modellbildung und Simulation an der TU Wien ernannt.

Vom Erfolg ihres Berufsleben zeugen Publikationen (von wissenschaftlichen Zeitschriftenbeiträgen über Fach- und Lehrbücher bis zu Wissenschaftbeiträgen für die breite Öffentlichkeit), verschiedene Organisationsaufgaben an der TU Wien (vom Institutsvorstand über Abteilungsleitungen zu Vorsitz in verschiedensten wissenschaftlichen Gremien) und internationale Vernetzung (von Tagungen bis Zeitschriften).

„Was Sie geleistet haben, ist herausragend. Durch Ihre Arbeit setzen Sie sich für den Staat, also für die Gemeinschaft ein“, sagte Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner, der das Ehrenkreuz an Inge Troch überreichte.

Oktober 2006 ging Inge Troch in den Ruhestand, sie ist aber bis heute weiterhin sehr aktiv in der Wissenschaft und genießt hohe internationale Anerkennung.

Hervorzuheben sind die von ihr ins Leben gerufene Konferenzreihe "Mathematical Modelling - MATHMOD Vienna", und das von ihr gegründete Journal "Mathematical and Computer Modelling of Dynamical Systems".  MATHMOD Vienna, die 2015 zum achten Mal stattfand, führt im Rhythmus von drei Jahren 300 bis 400 internationale Fachmathematiker zum Erfahrungsaustausch nach Wien - das nächste Mal im Februar 2018.
Inge Trochs Engagement für die Zeitschrift, die sie weiter als Editor-in-Chief betreut, reüssiert im Bereich der Zusammenarbeit von Mathematik und Anwendungsdisziplinen.

In ihrer Dankesrede formulierte Inge Troch ihr Credo: „Diese Auszeichnung ist auch eine Anerkennung für alle, die sich mit mir auf das Abenteuer interdisziplinärer Forschung einließen; waren diese nun Ingenieure oder Mediziner. Wie oft gaben Fragen Studierender und Gespräche mit Kollegen wertvolle Anregungen! Jetzt will ich mit der Zeitschrift und den Konferenzen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus anderen Fachgebieten zum Blick über den Zaun des eigenen Schrebergartens ermutigen. Heute freue ich mich einfach, dass nicht nur meine eigenen Arbeiten, sondern auch dieser grenzen-überschreitende Aspekt gewürdigt wurde."

Neben der wissenschaftlichen Arbeit reist Inge Troch sehr gerne, und ihre Zeit gehört auch der Kirche, wo sie als
Superintendentialkuratorin der Evangelisch-lutherischen Kirche Wiens tätig ist und als "Zukunftsdenkerin" gilt, die offen für Neues ist und sich ein für Innovationen und Zusammenarbeit einsetzt.

Mit Inge Troch ehrte der Minister am 19. Juni acht weitere Wissenschaftler mit unterschiedlichen Auszeichnungen.