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Relationale Architektur

Dieses FWF-Forschungsprojekt (2006-09) verfolgt die Formulierung einer Theorie ‚relationaler Architektur‘, bei der eine hegemoniale Politik der Repräsentation von Formen der Partizipation abgelöst wird. Anstatt von konsolidierten Räumen und urbanen Prestigearchitekturen auszugehen, richtet das Forschungsprojekt seine Aufmerksamkeit auf Schauplätze sozio-kultureller Auseinandersetzungen, die es als Schlüsselmomente der Artikulation von neuartigen Gemeinschaften und der Formung öffentlicher Räume definiert.

In einer Reihe an internationalen Feldstudien werden die Dynamiken und Effekte von experimentellen und partizipativen Kunst-, Architektur- und Stadtprojekten untersucht, die, verstreut über eine Reihe unterschiedlichster Regionen, das Entstehen einer neuen Ästhetik sozialräumlicher Organisation reflektieren. Von der Prämisse ausgehend, dass Globalisierung nicht nur Flüsse, sondern auch lokale Dichten produziert, wird erforscht, wie dieser paradoxe Prozess das Lokale als eine neue Sphäre räumlicher Aktivitäten re-etabliert, die nur über ihre Vernetzung mit anderen Lokalitäten verstanden werden kann. Dieser Ansatz geht über die Darstellungen neuer Architekturstile oder -bewegungen hinaus, indem er auf einem weitaus radikaleren Neudenken von Architektur als performative und vernetzte Praxis basiert und so neue Begriffe von Zugang und Handlungsfähigkeit im architektonischen Diskurs produziert.

Zu den Ergebnissen dieser Forschung siehe u.a. die Publikation Netzwerk Kultur: Die Kunst der Verbindung in einer globalisierten Welt

Programm (pdf) der Abschlußveranstaltung Other Markets im Architekturzentrum Wien, 31. Oktober 2009

Projektleitung: Dr. Helge Mooshammer


This research was funded by the Austrian Science Fund (FWF): P 19258-G13