Visual Culture Unit
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3 Kontingente Verkettungen Zum Potential der Räume und Bilder

Univ. Lect. Dr. ANNA SCHOBER
LVA: 264.012 Architektur- und Bildwelten VO 2.0h

Was ist gemeint, wenn von einem kontingenten "Sich-Ereignen" von gesellschaftlichem Zusammenhalt gesprochen wird? Und welche Rolle übernehmen Bilder und Räume in solchen Prozessen, über die wir Verbindungen oder Differenzierungen herstellen? Wie haben Künstler und Künstlerinnen im 20. Jahrhundert den Zufall und das Unvorhersehbare an einer Situation genutzt? Und welche künstlerischen Modelle gibt es, mit der Formierung von Kollektivkörpern umzugehen? Die Lehrveranstaltung stellt mögliche Antworten auf solche Fragen vor. Sie konzentriert sich auf das Begriffsgespann Kontingenz und Potenzialität und diskutiert dessen Relevanz für die Kulturwissenschaften sowie für die Erforschung visueller Kultur. Dabei werden kulturwissenschaftliche Konzepte von Hegemonie, die seit den 1980er Jahren verstärkt den Begriff der "Kontingenz" ins Zentrum gestellt haben, genauso vorgestellt wie bildwissenschaftliche Modelle, die signifikante Ereignisse der Wahrnehmung und das Potenzial der Bilder zum Angelpunkt gemacht haben. Parallelen zwischen Methoden der Wissenschaften und dem Forschen von Künstlern und Künstlerinnen stehen im Vordergrund.
Didaktisch erfolgt eine schrittweise Hinführung zu einer kritischen Lektüre von Schlüsseltexten zum Thema und zur Diskussion eines ansonsten oft undiskutiert bleibenden zentralen Begriffs zeitgenössischer kulturwissenschaftlicher und bildwissenschaftlicher Methoden (von Walter Benjamin über Stuart Hall und Roland Barthes bis zu Giorgio Agamben). Der Akzent liegt auf einer Übersetzung des über die Textlektüre Gewonnenen für eine anschauliche Auseinandersetzung mit Beispielen der Kunst, Architektur und Popkultur.

Arbeiten:

Bastian Beilke Kontingenter Bilder by Beilke

Ernstbrunner Aldo Kontingenter Abend by Ernstbrunner

Kienesberger Florian, Johannes Zotter Brunch am Schwedenplatz by Kienesberger, Zotter