Visual Culture Unit
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4 Kino und urbane Praxis

Univ. Lect. Dr. ANNA SCHOBER
LVA: 264.012 Architektur- und Bildwelten VO 2.0h

Warum brauchen Städte öffentliche Rückzugsräume wie das Kino? In welcher Form wird die Stadt im Kino zitiert und wie wachsen Filme über das Kino hinaus in den Stadtraum? Wie wir Kino ins gelebte Leben übersetzt? Indem solche Fragen weiter verfolgt werden, untersucht die Lehrveranstaltung die sich wandelnde Beziehung zwischen Kino und Stadtraum. Sie lenkt das Augenmerk insbesondere auf die verschiedenen Aneignungen des Kinos durch seine Nutzer und Nutzerinnen. Im Zentrum steht also nicht in erster Linie die Analyse von Filmen, sondern von urbanen Praxisformen und räumlichen Transformationen. Parallelen und Differenzen zu anderen öffentlichen Rückzugsräumen wie etwa zur Disco oder zum Theater werden diskutiert. Die Lehrveranstaltung führt in Methoden der kulturwissenschaftlichen und -theoretischen Analyse urbaner Räume ein. Dabei werden in erster Linie Herangehensweisen vorgestellt, in denen die Stadt als Ort für die Formierung des Imaginären und für die Inszenierung von Auseinandersetzungen zwischen unterschiedlichen kulturellen Agenten untersucht wird 

Vorbereitende Literatur: 
Timothy Corrigan, A Cinema Without Walls. Movies and Culture after Vietnam, New York, New Brunswick, New Jersey 1991.
Anna Schober, City-Squats: The cinema-space as a cave for politics. In: International Journal of Media and Cultural Politics, Nr. 3: 1 2007, 25–46.

Arbeiten:

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Kino (halb) privat von Herbert Rulitz kino (halb) privat @ youtube