Visual Culture Unit
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6 Wege und Stationen in der Stadt

Ao.Univ.Prof.Dipl.Ing.Dr.techn. SIGRID HAUSER 
LVA: 264.022 Architekturen des Alltags UE 2.0h

Architektur (historische oder zeitgenössische) ist nicht nur das Besondere, das Erhabene, das Wertvolle, das Erhaltenswerte, sie ist auch das Minderwertige, das Langweilige, das in jeder Beziehung Mißlungene, das Kitschige, das mehr und mehr von kurzlebigen Moden und Trends Abhängige, das Alltägliche. Im Kontext eines Stadtgefüges können Situationen erst dann in all ihren Bereichen (ästhetischen, räumlichen, kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen) verstanden werden, wenn das Interesse auf jene Architektur gelenkt wird, die im allgemeinen Blickfeld untergeordnet ist oder gar nicht beachtet wird. Diese Architekturen des Alltags sollen weder banalisiert noch in ihrer Bedeutung überbewertet werden. Geübt werden soll das Betrachten der Architektur speziell auf ihren Schattenseiten. Ziel dieses geschärften Blicks ist das Verständnis für kulturelle und soziale Zusammenhänge, die räumliche Auseinandersetzung an speziellen städtischen Situationen sowie die Wertschätzung und Beachtung solcher Bereiche im Rahmen einer interdisziplinären Beschäftigung mit Architektur.

Anhand der im Untertitel angeführten Thematik werden gemeinsame Exkursionen unternommen, um Alltägliches einer Stadt zu entdecken und neu zu beurteilen. Auf diese Weise soll das Bild der Stadt, in der man sich täglich bewegt, im Abseits aller bekannten Wege und touristischen Routen erweitert werden. Der Weg und seine Stationen sollen in Form eines Stadtführers mit Postkarten, Plänen und Notizen dargestellt werden. In der Schlußveranstaltung werden die Ergebnisse gemeinsam ausgewertet und diskutiert.

Arbeiten:

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Wiener Bahnhofsumgebung von Dieta Eder und Cornelia Caesarwiener bahnhofsumgebung.zip (zip, 7,405 KB)