Visual Culture Unit
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8 Lines (not) to be crossed

Bild: Faculties for Architecture, Venedig 2008

Dr. GÜLSEN BAL und MARC NEELEN MSc.
LVA: 264.019 Kunst als Architekturpraxis UE 2.0h

Die in zwei Teilen konzipierte Lehrveranstaltung ermöglicht anhand eines konkreten Projekts im Ausstellungsbetrieb direkten Austausch mit international praktizierenden ArchitektInnen, KünstlerInnen und KuratorInnen. 

Gülsen Bal, Leiterin des Wiener Kunst- und Diskursraums ‚Open Space – Zentrum für Kunstprojekte’, führt im ersten Teil der Lehrveranstaltung anhand des laufenden Ausstellungsprogramms in das Feld zeitgenössischer künstlerischer Auseinandersetzung mit räumlichem und kulturellem Wandel ein. 

Hinweise: 
http://www.openspace-zkp.org

Den zweiten Teil der Lehrveranstaltung gestalten Ana Dzokic und Marc Neelen von der Architekturgruppe STEALTH.unlimited (Rotterdam und Belgrad) moderiert von Gülsen Bal als viertägigen Workshop, der Vorträge, Diskussionen, Projektentwürfe und eine konkrete Ausstellungsgestaltung im ‚Open Space – Zentrum für Kunstprojekte’ beinhalten wird. 

Hinweise: 
http://www.stealth.ultd.net/stealth/
http://www.facultiesforarchitecture.org/

Die Lehrveranstaltung wird in Englisch abgehalten. Anmeldung in TUWIS++ erforderlich!

Orte: 
Seminarraum 2, Mezzanin, Institut für Kunst und Gestaltung, Karlsgasse 11, 1040 Wien
Medienlabor, Innenhof - Souterrain, Institut für Kunst und Gestaltung, Karlsgasse 11, 1040 Wien
Open Space – Zentrum für Kunstprojekte, Lassingleithnerplatz 2, 1020 Wien

Zeit: 
3.11.2009, 11:00 - 14:00, Seminarraum 2
10.11.2009, 11:00 - 14:00, Seminarraum 2
17.11.2009, 11:00 - 18:00, Open Space / 19:00 - 21:00, Open Space 
18.11.2009, 19:00 - 21:00, Kuppelsaal, Stiege 1, 4. Stock, TU-Wien, Karlsplatz 13
19.11.2009, 11:00 - 18:00, Medienlabor
20.11.2009, 11:00 - 14:00, Seminarraum 2


Gespräch / Diskussion:

ankndigungsplakat

Seit Beginn der 90er Jahre haben die Republiken Jugoslawien und Albanien jede für sich ihren eigenen Weg eingeschlagen, und während sich die Gesellschaften der beiden Länder unterschiedlich entwickeln, ist es beeindruckend zu sehen, wie viel sie im Bereich der urbanen Entwicklung gemeinsam haben. Eine Prüfung der Region fördert Themen zu Tage, die für die Zukunft von Städten wie Belgrad, Kotor, Novi Sad, Podgorica, Prishtina, Pula, Skopje, Tirana und Zagreb wesentlich sind und die sich wie eine Geschichte irgendwo zwischen Komik und Kriminaluntersuchung lesen. Privatisierung, Klientelismus, kreativer Mißbrauch von Gesetzen und Regelungen erscheinen in einem Kontext alltäglich zu sein, der von „wilder” Urbanisierung und schnellen Kapitalinvestitionen vor dem größeren Horizont des Neoliberalismus beeinflusst ist.

Gleichzeitig aber wird etwas anderes klar: Der erste, unbequeme Widerstand gegen diese ausbeuterischen Kräfte nimmt Form an. Da und dort beginnen die EinwohnerInnen, sich zu organisieren, Bürgerorganisationen werfen jetzt ihre Blicke auf die Stadt, und JournalistInnen haben begonnen, sich durch den lukrativen Dreck zu graben. Einige Ergebnisse dieser Aktivitäten sind in der Ausstellung Lines (not) to be crossed zu sehen – wie RTV B92s Insider-Sendung über die Baumafia oder den Widerstand der EinwohnerInnen rund um den „Fünften Park“ in Belgrad gegen die Umwandlung ‚ihres Parks’ in eine Baustelle. Oder den Werkzeugkasten der Initiative „Der Stadt ihr Recht“, mit dem Aktionen gegen ungünstige Transformationen im öffentlichen Raum in Zagreb gestartet werden können. So dringend, wie dieser Widerstand aus schon erwähnten Gründen sein mag, so weist er gleichzeitig auf die Veränderungen hin, die derzeit in vielen anderen Städten in der ganzen Welt um 
sich greifen.

Arbeiten:

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BREAST HEALTH CAMPAIGN von Katarzyna Sokolnicka und Maria cieleckabreast_health_campaign_w2 (pdf, 233 KB) 


icon_gebietsbetr

STRUCTURE OF THE GEBIETSBETREUUNG von Maria Gretkiewicz, Anna Ostrowska und Guillaume Dumont kunst2 (pdf, 1,196 KB)


icon_power

DEMOCRACY MEANS "POWER TO THE PEOPLE" von Sara Hammarpresentationsmaterial (pdf, 1,194 KB)